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Bilder – Teil 1

Lange – eigentlich zu lange – habe ich nichts mehr geschrieben in diesen scheinbar leeren Hallen meines Geistes. Aus diesem Grund hier als kleiner Auftakt von hoffentlich mehr Aktivität in der Traumweite, der Anfang einer neuen, unregelmäßigen Serie von Veröffentlichungen meinerseits. Um Bilder soll es gehen, Bilder die ich aus mangelndem Talent nie zu Papier bringen werde in der Form, die mir am liebsten wäre. Aber ich kann reden oder besser schreiben um zu verdeutlichen was in mir vorgeht, welche Bilder aus der Inspiration, die uns täglich umgibt, in meinen Kopf gepflanzt werden, manchmal nur als Moment, manchmal als Keim, der aufzugehen bereit ist, wenn ich es bin und manchmal als fertige Idee, die wie eine überreife Frucht aufplatzt und alles mit ihrem Duft einnebelt. Aber genug der Worte vorweg und los mit dem ersten Bild.

Es war heute in der S-Bahn von Potsdam nach Berlin, es regnet. Grauer Himmel, ab und an ein Blitz. Die Fans von Hertha BSC Berlin um mich feiern den Sieg ihrer Mannschaft. Ich höre mind.in.a.box, lese in der aktuellen WIRED. Laut ist es zwar um mich, abgekapselt von dieser Umgebung bin ich aber aufgrund der Musik trotzdem, wodurch der Lärm des Jubels wie ein leises Rauschen aus einer anderen Dimension in mein Gehör dringt. Alles um mich herum wird digital. Dieses Gemisch aus Bewegung, Geräuschen, Eindrücken, Farben, Gerüchen, Gefühlen. Berlins Lichter leuchten, alles mischt sich. Laut und leise, Licht und grau. Eine Masse, die sich zu einer Idee, einem Bild verdichtet. Und dann ist er da, ein Freund, den ich seit langem nicht mehr gesprochen, ja nicht einmal mehr gesehen habe. Seine weißen Haare, sein Tätowierungen am ganzen Körper, seine Chromaugen. Er bewegt sich, aber nicht in dieser Welt, er ist in seiner parallelen Realität. Er schwebt durch sie. Seine Hauer glänzen dank der Schutzkappen in gleicher Weise wie seine Cyberaugen. Er hebt die Faust empor, springt und durchbricht die Barriere. Einsen und Nullen sprühen um ihn herum. Er bricht aus, egal wohin.

“Take my soul, consume me whole, I’m no part of this world” tönt der mp3-Player. Mein Kopf ist die Matrix und er durchbricht sie.

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Dass ich auf Hörspiele stehe, sollte dem ein oder anderen meiner paar Leser sicher schon aufgefallen sein. Und so freut es mich immer, wenn sich die ein oder andere Geschichte findet, die nicht in einem professionellen Studio produziert wurde. Wie auch im vorliegenden Machwerk aus der Feder von Dirk M. Jürgens und Lukas Jötten. Ersterer ist u.a. einer der Comiczeichner bei Buddelfisch Comics, Zweiterer v.a. bekannt durch seine genialen Trailer zu Filmen wie “Ninja in geheimer Mission 2″ und ähnliche Randgruppenfilme.

Quelle: www.sonderland.org

Also, worum gehts? In “Das Hörspielmassaker” wohnt der geneigt Hörer den Erlebnissen der Freunde Georgina, Anne, Julian und Richard (Anspielungen auf andere Buch- und Hörspielhelden sind bestimmt nur rein zufällig) bei, die sich eines schönen Tages in einem alten stillgelegten Stahlwerk treffen, weil Richard den anderen etwas zeigen muss. Anfangs ist alles noch heiter Sonnenschein, aber das soll sich, wie der Titel schon andeutet, hoffentlich (oder sollte ich sagen sicherlich?) bald ändern.
Bei der ersten Erkundung der Industrieanlage bekommt Anne dank einer Horrorgeschichte einen Nervenzusammenbruch, was dazu führt, dass sie sich in bester Slashermanier von den anderen trennt. Richard eilt hinterher, wodurch wiederum Georgina ihrem Ziel, welches Julian und dessen Körper darstellt, näher kommt.
Da neben vorehelichem Geschlechtsverkehr auch Drogen im Slasherfilm (bzw. -hörspiel, wie in diesem Falle) ein Grund für das Ableben der Protagonisten sind, tragen die beiden Weggelaufenen dazu bei auch dieses Klischee zu erfüllen. Schlechte Idee, wie sich bald herausstellen soll, denn nun beginnt das Morden.

“Das Hörspielmassaker” stellt das Sequel zu den “Stahlwerkmassaker”-Filmen dar – Kurzfilme, die man ebenfalls auf Lukas Jöttens Seite finden kann. Der Name des Hörspiels ist dabei wirklich Programm und man kann allerlei Splattereinlagen lauschen, die in bester 80er Jahre John Sinclair Manier beschrieben werden. So bekommt man nicht nur ob der Namen der Helden wohlige Nostalgiegefühle. Die Story zeigt alle typischen Merkmale des gewählten Genres, setzt sie dabei aber um Längen besser ein, als die meisten Filme aus dem deutschen Amateurbereich zusammengenommen.

Das Schauspiel der Sprecher bewegt sich die gesamte auf einem hohen Niveau. Die Besetzung ist gut gewählt und mit Thilo Gosejohan (zwei seiner Hörspiele habe ich ja auch schon hier besprochen) kann man sogar einen – zumindest in bestimmten Kreisen – bekannten Namen im Cast finden.
Wer die Comics und Texte von Dirk M. Jürgens und Lukas Jötten kennt, der weiß auch um den teilweise recht dunklen Humor der beiden, welcher sich auch hier findet und das ganze wunderbar abrundet.

Schlussendlich empfehle ich jedem, der 16 Minuten Zeit hat und auf ein wenig derberen Witz steht, sich das Werk unbedingt zu Gemüte zu führen. Und wer keine Zeit hat, der soll sie sich gefälligst nehmen. Nebenbei kann man übrigens wunderbar im Sonderland stöbern oder Buddelfisch Comics lesen.

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Da ist nun 2012, das Jahr des Erwachens. Oder das des Weltuntergangs, was man auch immer lieber hätte. Bis dahin motivier ich euch und vor allem mich selber.

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Game Over 2011

Und tschüß 2011. Dieses Shirt ist nur für dich und dein Ende.

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Kreativ bin ich dieses Jahr, was meine Überschriften angeht, gelle? Ja, ich weiß, auch witzig bin ich dieses Jahr nicht. Aber wenigstens ist witzig eine gute Überleitung. Denn meinen persönlichen Jahresrückblick möchte ich diesmal unter das weite Thema des Lachens und Lächelns stellen. Im weitesten Sinne. Also gleich angefangen, bevor ich noch mehr Unsinn verzapfe.

Erster großer Schock dieses Jahr kam aus dem Land des Lächelns und natürlich hat auch mich diese Sache ein wenig beschäftigt. Zum einen kam man in den Medien (glücklicherweise) nicht drumherum, zum anderen war und ist es für mich immernoch ein Unding, dass kurz nach der Katastrophe in Japan, alle Meldungen, wie es aktuell ausschaut, mit einer Lupe in den Zeitungen und Nachrichtenportalen zu suchen waren. Gute Aktionen als Reaktion gab es glücklicherweise einige. Meine Liebste war die Sonderausgabe der Comicreihe “Godzilla – Kingdom of MOnsters”, in der alle Cover der Ausgabe 1 abgebildet waren und deren Verkaufserlöse gespendet wurden. “Godzilla?”, werden sich jetzt einige fragen. “Ist das nicht ein wenig geschmacklos?” Nein. Ist es nicht. Und ich wette, dass uns in naher Zukunft (so die Welt nächstes Jahr nicht die Hufe hoch macht), ein neuer Film mit Big G ins Haus steht. Und soll ich euch was verraten? Ich freu mich drauf!

Das Lachen, das uns in Zukunft fehlen wird, sprich der Mensch, dessen Tod mich in diesem Jahr am meisten bewegt hat, war der Meister des feinsinnigen Humors Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot. Grund genug die kompletten Werke des humoristischen Genies dieses Jahr und in den noch folgenden immer wieder zu hören, zu lesen und anzusehen.

Freudestrahlend in Sachen Film hat mich dieses Jahr “Hanna” gemacht (der unterirdische deutsche Titel “Wer ist Hanna?” klingt wie eine verkorkste Folge der Kinder vom Süderhof und sei hiermit als sträflich gräßlich verurteilt). Eigentlich wollte ich ja “Monsters” schauen, aber in meiner damaligen Heimastadt hat das Kino keine Kopie davon gehabt und ich bin auf diesen Film ausgewichen. Immerhin geht es, kurz gesagt, um eine Teeanagerin, die von ihrem Vater, einem Ex-CIA-Agenten zur Profikillerin ausgebildet wurde, ums eine Agentin, die es auf ihn abgesehen hat, zu Strecke zu bringen. Klang vielversprechend, ein wenig wie Shadowrun, also Karte gekauft. Was ich dann bekam war aber mehr als erwartet und daher sei der Film allen, die ihn nicht kennen, ans Herz gelegt.

Mehrere lachende und weinende Augen gab es dieses Jahr auch privat. Prüfung und Ausbildung mit 1 abgeschlossen, Wechsel des Wohnorts und der Arbeitsstelle (gleiches Unternehmen, anderer Ort), neue Leute kennengelernt, von alten getrennt, Ende einer Beziehung und dann wie aus heiterem Himmel zwei tolle neue Damen in meinem Leben.

Und damit will ich nun enden, auch wenn es sicher noch das ein oder andere zu erwähnen gäbe, das mir gerade nicht einfallen will. Vielleicht ergänze ichs noch, wenn ich Lust dazu habe.
Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Erich Kästner:
“Wirds schlimmer, wirds besser, fragt man alljährlich.
Seien wir mal ehrlich. Das Leben ist immer lebensgefährlich!”

Der Träumer

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